ABS Hanau-Nantenbach | Umfahrung Schwarzkopftunnel

Bauherr:
DB Netz AG, Frankfurt
Projektverfasser:
DB ProjektBau GmbH
Bauausführung:
Dach-ARGE ABS Hanau-Nantenbach
Partner:
ALFRED KUNZ | Baresel GmbH | Leonhard Weiss GmbH & Co. KG | SCHÄLERBAU | BAUER Spezialtiefbau GmbH
Tech. Geschäftsführung:
ALFRED KUNZ
Kfm. Geschäftsführung:
Leonhard Weiss GmbH & Co. KG
Objekt:
ABS Hanau-Nantenbach, PFA 3, VE 2.2
Zeitraum:
2013 bis 2017
Summe:
224.000.000 €

Ziel der im Bundesverkehrswegeplan (BVWP) aufgeführten Maßnahme ist es, zwischen dem Westkorridor im Rheingraben und dem Mittelkorridor Hamburg – Würzburg eine leistungsfähigere und schnellere Verbindung für die wachsenden Reise- und Warenströme zu schaffen. Der Kernabschnitt der Maßnahme ist der Neubau einer rund 7,5 km langen Umfahrung des Bestandsstreckenabschnittes Lohr a.M. - Aschaffenburg, die sogenannte „Umfahrungsspange Schwarzkopftunnel“. Anlass der Maßnahme ist der 1854 erbaute Schwarzkopftunnel, der nur noch durch sehr hohen Aufwand und fortlaufende Instandhaltungsmaßnahmen befahrbar gehalten werden kann und zudem durch die starke Neigung (bis zu 20 ‰) der Trasse einen Schiebebetrieb für schwere Güterzüge erfordert. Die neue Umfahrungsstrecke weicht maximal 500 m vom Bestand ab, ermöglicht jedoch eine flache Trassierung, wodurch die zugelassene Höchstgeschwindigkeit auf 160 km/h erhöht werden kann. Neben vier Tunnelbauwerken (Tunnel Falkenberg, Hirschberg, Metzberg und Hain) entstehen im Rahmen des Streckenausbaus Trogbauwerke, neue Eisenbahn- bzw. Straßenüberführungen und der neue Haltepunkt Heigenbrücken. Relevant für Vortrieb und Sicherung der Tunnel Falkenberg, Hirschberg und Metzberg, sind die Gesteine des kristallinen Grundgebirges und der diskordant auflagernden sedimentären Einheiten des Zechsteins sowie des unteren Buntsandsteins.

ALFRED KUNZ wurde mit der technischen Geschäftsführung der DACH-ARGE betraut und war so neben der Herstellung der bergmännischen Tunnel auch leitend für die Tunnel in offener Bauweise, die Trogbauwerke, Brückenbauwerke und Durchlässe, Bohrpfahlwände sowie die Logistik und Zwischenlager-/Deponieflächen aktiv. Die besonderen betrieblichen Herausforderungen des Projekts lagen dabei in einem komplexen Schnittstellenmanagement der verschiedenen Gewerke, den beengten Platzverhältnissen, der Baustellenlogistik sowie z.T. paralleler Ausführung von Vortrieb und Innenschale, der Aufwältigung einer geologischen Störungszone, aber auch Sonderschalungen oder speziellen Fugenkonstruktionen. Zudem konnte durch intensive Öffentlichkeitsarbeit und Einbindung der Bevölkerung (z.B. Panoramaweg) die Akzeptanz des Projektes gesteigert werden. Weiterhin wurde in enger Zusammenarbeit mit dem AG ein innovatives Abschalungssystem entwickelt und kam für die Herstellung der Tunnelsohlen erstmalig zum Einsatz. Dabei kann die Abschalung der Blockfuge mit Hilfe eines vorgefertigten Schalungssystems „TRIGOFORM“ erfolgen. So wurden zeitliche und finanzielle Mehraufwendungen eliminiert und das Projekt konnte fristgerecht fertig gestellt werden.


Technische Angaben

Bauwerksfunktion:
Bahntunnel
Besonderheiten:

LOS OST Bahnhof Heigenbrücken | 4x Stützwände | 12x Portalbauwerke | 3x Tunnelbauwerke in offener Bauweise | Brückenbauwerk | 4x Deponien | 5x Tunnelbauwerke in bergmännischer Bauweise | 5x Querschläge | Bahnkörper Schwarzbachtal | Trog Etzbachtal | 2x Durchlassbauwerke

LOS WEST Trog Aussiedlerweg | 3x Stützwände | Tunnelbauwerk in offener Bauweise | 2x Portalbauwerke | Bahnkörper Seebachtal | 2x Deponien | Brückenbauwerk

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