ABS Hanau–Nantenbach | Umfahrung Schwarzkopftunnel Tunnel Metzberg

Bauherr:
DB Netz AG, Frankfurt
Projektverfasser:
DB ProjektBau GmbH
Bauausführung:
ARGE Umfahrung Schwarzkopftunnel
Partner:
ALFRED KUNZ | Baresel GmbH
Tech. Geschäftsführung:
ALFRED KUNZ
Kfm. Geschäftsführung:
Baresel GmbH
Objekt:
ABS Hanau-Nantenbach, PFA 3, VE 2.2 – TU Metzberg
Zeitraum:
2014 bis 2016

Der Tunnel Metzberg gehört zum Großprojekt „Umfahrungsspange Schwarzkopftunnel“. Ziel der Maßnahme ist es, zwischen dem Westkorridor im Rheingraben und dem Mittelkorridor Hamburg – Würzburg eine leistungsfähigere und schnellere Verbindung für übergehende Reise- und Warenströme zu schaffen. Der Kernabschnitt der Maßnahme ist der Neubau einer rd. 7,5 km langen Umfahrung des Bestandsstreckenabschnittes Lohr a.M. - Aschaffenburg, die sogenannte „Umfahrungsspange“. Der Tunnel Metzberg beginnt nahe der vorhandenen Strecke und besteht aus zwei parallel verlaufenden eingleisigen Röhren. Kurz hinter den Portalen zum Etzbachtal unterfährt der Tunnel die Bestandsstrecke. Aus geologischer Sicht relevant für Vortrieb und Sicherung des Tunnels sind die überwiegend unverwitterten bis mäßig verwitterten Diorite. Die maximale Überdeckung der nördlichen Röhre beträgt hierbei rund 30 m, bei der südlichen Röhre bis zu 40 m.

Die Herstellung der beiden Bauwerke des Metzbergtunnels erfolgte nach den Arbeiten am Tunnel Hirschberg, beginnend mit der nördlichen Tunnelröhre im November 2014. Beide Röhren wurden bergmännisch in Spritzbetonbauweise hergestellt. Nach Erstellung der Baugrube für den Tunnelanschlag und die offene Bauweise Ost wurden die beiden Röhren überwiegend in kombiniertem Kalotten-/Strossenvortrieb mit nachlaufender Sohle aufgefahren. Die beiden Teilbauwerke mit Längen von ca. 590 bzw. 630 m verlaufen nahezu parallel zueinander, nähern sich allerdings in Richtung Westen auf rund fünf Meter Abstand an. Während des Vortriebes haben beide Röhren die noch in Betrieb befindliche Bestandsstrecke mit einer Überdeckung von etwa 12 m unterfahren. Zudem wurde ebenfalls vorhandene Wohnbebauung unterfahren. Baubetrieblich herausfordernd stellte sich am Tunnel Metzberg vor allem die Aufwältigung einer unvorhergesehenen Störzone in beiden Röhren dar. Insgesamt musste ein im Firstbereich entstandener Hohlraum gesichert, anschließend mittels Beton verfüllt werden. Auch im Tunnel Metzberg kam für die Herstellung der Sohlblöcke die eng mit dem AG abgestimmte Sonderlösung zum Einsatz und es konnte durch das vorgefertigte Schalungssystem „TRIGOFORM“ auf einen Sohlschalwagen verzichtet werden.


Technische Angaben

Bauwerksfunktion:
Bahntunnel
Tunnellänge:
rechtes Gleis: 590 m linkes Gleis: 630 m
Ausbruchvolumen:
110.000 m³
Maximale Überdeckung:
45 m
Minimale Überdeckung:
11 m
Bauverfahren:
Spritzbetonbauweise (Spreng- / Baggervortrieb)
Vortriebssicherung:
Anker, Ausbaubögen, Spritzbeton

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